Grußwort des Ersten Bürgermeister

Das 12. Eschlkamer Oktoberfest steht unter mehreren besonderen Vorzeichen: Im Heimatbuch der Marktgemeinde hat der Historiker Werner Perlinger nachgewiesen, dass bereits in der Zeit von 1301 bis 1309 in Eschlkam bereits Bier gebraut wurde. Perlinger schreibt:

„Gerade auch die frühe Einrichtung eines herzoglich geordneten Brauwesens unterstreicht die damalige Zentralität des Marktes Eschlkam im Hohen-Bogen-Winkel“.

Dieses Brauhaus, gelegen am „Bruibrunnen“ am westlichen Abhang der Ortschaft, belieferte mit seinem Monopolstatus den gesamten Landgerichtsbezirk Eschlkam. Eine ältere Braustätte ist im Landkreis Cham und weit darüber hinaus nicht bekannt. So knüpft das Oktoberfest an eine uralte Brautradition an. Zum Ausdruck gebracht wird dies symbolisch auch dadurch, dass erstmals in originalen Eichenfässern ausgeschenkt wird.

Eine weitere Besonderheit liegt in der jährlichen Durchführung des Brauchtumsfestzugs, bei welchem alle Schützenvereine der Gemeinde ihre Teilnahme zugesagt haben und damit ihre langjährige Tradition pflegen.

Gut trifft sich, dass auf Initiative der Redakteurin Anja Behringer Recherchen nach dem Verbleib von kolorierten Fotos aus den Hinterlassenschaften Waldschmidts durchgeführt wurden. Eine Mitarbeiterin des Nationalmuseums München entdeckte daraufhin drei Schachteln zum Teil kolorierter Bilder mit Trachten aus ganz Bayern, welche Maximilian Schmidt zur Vorbereitung des von ihm erstmals organisierten Brauchtumszuges des Münchner Oktoberfestes, fertigen hatte lassen. Ein großartiger Fund nicht nur für Volkskundler, sondern für alle Bayern.

So wünsche ich dem diesjährigen Oktoberfest einen erfolgreichen Verlauf.

 Sepp Kammermeier

1. Bürgermeister

 

       Anstich des ersten Hirschen                              Die Akteure des Abends

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