Grußwort des Ersten Bürgermeisters

Die Schützengesellschaft Eschlkam 1870 e.V. hat als einer der ältesten Vereine der Marktgemeinde eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Es gab frohe und traurige Anlässe innerhalb der Vereinsgeschichte. Zu ersteren zählen große Schießen, in welche Schützen auch aus der weiteren Umgebung miteingebunden waren. Dazu kamen viele Feste und unzählige Schießwettbewerbe innerhalb der eigenen Mitgliederschaft.

Aber auch tiefe Täler mussten durchschritten werden:

Insbesondere in den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts hatte der Verein den Tod vieler Mitglieder zu betrauern. Es überrascht ohnehin, dass nach diesen einschneidenden Ereignissen ein programmgemäßer Schießbetrieb so schnell wieder aufgenommen werden konnte. Gerade in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges entwickelten sich die Aktivitäten des Vereins aber in besonderem Maße. Die heimgekehrten Soldaten bedurften der Ablenkung von ihren tragischen Erlebnissen der Kriegsereignisse.

Auch die sudetendeutschen und schlesischen Flüchtlinge, welche es in den Markt verschlagen hatte, schlossen sich dem Schützenverein an. Hier fanden sie gesellschaftliche Aufnahme und integrierten sich in die Bürgerschaft.

So bot der Verein allen Bürgern eine Heimat. Er leistete einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration. Gemeinsamer Anlass war die Pflege des Schießsports – eine Freizeitbeschäftigung, welche Geist und Körper fördert. Gleiches gilt heute auch. Nach wie vor pflegt der Verein die Kameradschaft, betreibt Schießsport und eint die Mitglieder. Nicht ohne Grund war deshalb auch die letzten Jahre großer sportlicher Erfolg zu verzeichnen. Der Vorteil gutfunktionierender Vereine kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gerade in diesem Bereich hat die Schützengesellschaft Eschlkam 1870 e.V. über 140 Jahre hinweg Vorbildliches geleistet. Dies ist Grund genug, sich auch im Namen der Marktgemeinde zu bedanken. Der Dank gilt dem Schützenverein und seinen im Laufe der letzten 140 Jahre tätigen Funktionsträgern, welche ein gedeihliches Miteinander erst ermöglicht haben.

Sepp Kammermeier

Erster Bürgermeister

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